
Die Handyversicherung bieten viele Netzbetreiber, Provider und Handyhändler bereits seit einigen Jahren an. Die Police bietet bis zu einer bestimmten Höchstsumme Ersatz, falls das versicherte Gerät zu Schaden kommt oder gestohlen wird. Darüber haus bieten einige Versicherer zusätzliche Leistungen bei Raub, Diebstahl oder Einbruch. Doch, der Schutz hat seinen Preis, der bei sich für die meisten Handys nicht lohnt. Wann kann der Kunde von der Handy-Police profitieren?
Verbraucherschützer sind sich einig, eine Handyversicherung macht sich nur für teure Geräte bezahlt. Es gibt eine Reihe Tarife, die nur scheinbar verlockend niedrige Prämien bieten. Deshalb sollten Handy-Verbraucher vor Vertragsabschluss sorgfältig nachrechnen, ob der Schutz überhaupt einen finanziellen Nutzen bringt. Günstige Handyversicherungen ohne Diebstahlschutz gibt es bereits für einen monatlichen Beitrag von 95 Cent und sind meist an Vertragslaufzeiten von zwei oder drei Jahren gebunden. Wer das Telefon auch gegen Diebstahl versichern möchte, zahlt mehr als das Doppelte. Kunden sollten daher prüfen, wie viel sie für ihr Handy zahlen müssen. Hier lohnt sich ein Versicherungsvergleich. Kunden, die ein handelsübliches Gerät im Wert von etwa 400 Euro für zwei Jahre versichern, müssen mit einem Monatsbeitrag von etwa vier Euro rechnen. Nach Ablauf der Vertragszeit würde die Summe der gezahlten Prämie bereits ein Viertel des gezahlten Kaufwerts betragen. Einige Versicherungen sehen zudem einen Selbstbehalt vor. Ist das Gerät kaputt, muss der Versicherte meist 10 Prozent des Kaufpreises zum Zeitpunkt der Anschaffung tragen. Bei Diebstahl beträgt die Selbstbeteilung sogar 25 Prozent. Hier zahlt die Handyversicherung allerdings nur, wenn der Versicherte das Gerät sicher mit sich führt. Außerdem sollte Versicherungsnehmer darauf achten, dass die Versicherungssumme nicht zu niedrig ist. So begrenzen manche Tarife die Höchstleistung auf 250 Euro. Das heißt: Der Versicherer zahlt bei einem Handydiebstahl nicht die volle Deckungssumme aus. Außerdem sehen einige Gesellschaften einen Zeitwertabzug vor. Wer zum Beispiel bei Handyschutz24 ein Handy mit einem Neukaufwert von 300 Euro ausversehen zerstört, erhält nach drei Jahren ungefähr noch 60 Prozent des damaligen Kaufpreises. Verrechnet der Kunde die Schadenleistung mit den bereits eingezahlten Beiträgen, beträgt der Gewinn etwa 90 Euro.
Die Handypolice bietet dazu keinen lückenlosen Schutz: Wer sein Mobiltelefon liegenlässt, vergisst oder verliert, hat meist keinen Anspruch auf Schadenersatz. Auch bei wetterbedingten Schäden geht der Versicherte in der Regel leer aus. Dennoch kann eine Handyversicherung für manche Verbraucher durchaus sinnvoll sein: Wer ein hochwertiges Gerät besitzt und gegen selbstverschuldete Schäden versichern möchte, kann von den Versicherungsleistungen profitieren.